Benutzerhandbuch
Eine freundliche Einführung in writelite
Willkommen. Dieses Handbuch nimmt Dich an die Hand und führt Dich durch writelite — von den ersten Tasten bis zur Arbeit mit dem KI-Assistenten. Es ist keine erschöpfende Referenz; es ist eine Erzählung darüber, wie der Editor gedacht ist und wie Du am besten mit ihm schreibst.
- Wofür writelite gemacht ist
- Die vier Bereiche auf dem Bildschirm
- Schreiben im Hauptfenster
- Struktur: Separatoren als Kapitel
- Die unsichtbare Story Bible
- Outline-Tiefe und Notizen
- Section Links: Querverweise im Text
- Mit dem KI-Agenten arbeiten
- Diktat: Schreiben mit der Stimme
- Rechtschreibung
- Projekte, Speichern und Cloud
- Display Modes: die Stimmung wählen
- Hilfe finden
1. Wofür writelite gemacht ist
writelite ist ein Editor für längere Texte — Romane, Essays, Sachbücher, Drehbücher, alles, was mehr als eine Seite hat und mehr als einen Gedanken verlangt. Die Oberfläche ist bewusst karg: ein Hauptfenster, eine Gliederung am Rand, ein Notizfeld, ein Gesprächsfenster für die KI. Kein Menüband, keine Ribbon-Leiste, keine Symbol-Galaxien. Was Du brauchst, ist eine Tastenkombination, ein Mausklick oder ein Rechtsklick weit entfernt.
Drei Prinzipien prägen jede Entscheidung:
- Local-first. Dein Text lebt zuerst auf Deinem Gerät. Nichts geht hinaus, solange Du es nicht ausdrücklich willst.
- Struktur first. Du arbeitest mit Kapiteln, Abschnitten und Notizen, nicht mit losen Seiten. Die Gliederung ist ein eigener Bereich, kein nachgereichtes Hilfsmittel.
- KI als Mitdenker. Der eingebaute Assistent kennt Deine Story Bible, schlägt Änderungen vor, wartet auf Dein Okay. Er ersetzt nicht, er begleitet.
2. Die vier Bereiche auf dem Bildschirm
writelite teilt den Bildschirm in vier Bereiche, die der Editor "Panes" nennt. Du kannst jeden in den Vollbildmodus schalten oder einklappen — aber im Normalfall siehst Du alle vier gleichzeitig.
Outline (Gliederung) — links
Hier siehst Du die Struktur Deines Dokuments: alle Separatoren mit ihren Titeln, eingerückt nach Tiefe (wie ein Inhaltsverzeichnis). Darunter erscheinen Outline-Items — kurze Notiz-Punkte, die einzelnen Absätzen zugeordnet sind. Klick auf einen Eintrag springt direkt in den passenden Absatz.
Main (Hauptfenster) — die Mitte
Dein Text. Hier schreibst Du. Cursor blinkt, Zeilen brechen um, ein kleiner Marker > am linken Rand zeigt Absatzanfänge an. Das Hauptfenster ist immer aktiv — auch wenn Du gerade in der Outline navigierst, blinkt hier weiter ein Cursor.
Context (Notizfeld) — rechts
Zu jedem Absatz gehört ein freies Notizfeld. Hier landen Anmerkungen, To-Dos, alternative Formulierungen, Recherche-Schnipsel. Die Notizen wandern mit dem Absatz mit; verschiebst Du den Absatz, kommt die Notiz mit. Notizen werden etwas kleiner gesetzt als der Haupttext — sie sind Sekundärtext und sollen optisch nicht mit Deiner Prosa konkurrieren.
Core Console (KI-Gespräch) — unten
Das Gesprächsfenster mit dem KI-Assistenten. Du tippst eine Frage, er antwortet. Er kann Deinen Text lesen, Vorschläge machen, die Story Bible aktualisieren. Mehr dazu in Kapitel 8. Auch Fehlermeldungen — etwa von KI, Diktat oder bei Rate-Limits — erscheinen hier als ERROR-Zeile; ist die Console eingeklappt, klappt sie sich dafür automatisch auf, ohne den Cursor aus dem Editor zu ziehen.
Bedienung auf iPad und Touch
writelite läuft auch auf iPad und iPhone. Tippen setzt den Cursor, Wischen scrollt, Gedrückthalten (etwa eine halbe Sekunde) öffnet das Kontextmenü — es ersetzt den Rechtsklick. Ein Zwei-Finger-Pinch ändert die Schriftgröße. Tippst Du in einen Textbereich, öffnet sich die Bildschirmtastatur; über deren Mikrofon-Taste kannst Du auch diktieren. Auf dem iPad lässt sich writelite über „Zum Home-Bildschirm" wie eine App installieren.
3. Schreiben im Hauptfenster
Klick ins Hauptfenster, fang an zu tippen. Soweit so unspektakulär. Drei Dinge unterscheiden writelite vom Standard-Texteditor:
Absätze sind erste Bürger
Enter erzeugt einen neuen Absatz, kein bloßes Zeilen-Ende. Jeder Absatz hat eine eigene Identität, eigene Notizen, eigene Position in der Gliederung. Wenn Du wirklich nur einen Zeilenumbruch innerhalb eines Absatzes willst, nutz Shift+Enter.
Auto-Makros für Format und Listen
Tipp **fett** und der Editor wandelt die Marker in echte Formatierung um — die Sterne verschwinden, der Text wird fett. Genauso *kursiv*, _unterstrichen_, ~~durchgestrichen~~ und `code`. Für Listen tipp - oder 1. am Zeilenanfang, für Überschriften # bis ###### , für ein Zitat > . Ein Code-Block entsteht mit ein bis drei Backticks plus Leerzeichen am Zeilenanfang, und --- allein auf einer Zeile erzeugt eine Trennlinie. === allein auf einer Zeile erzeugt einen Separator (siehe Kapitel 4) — der Cursor steht danach direkt im Titel-Feld, Du tippst den Kapitel-Titel einfach weiter. Emoticons wie :-) wandeln sich in Emoji (😊) — außer in den Nerd-Modi. Tab rückt Listen ein, Shift+Tab wieder aus.
Tastatur-Formatierung
Cmd+B fett, Cmd+I kursiv, Cmd+U unterstrichen, Cmd+Shift+X durchgestrichen, Cmd+E Inline-Code. (Auf Windows/Linux statt Cmd jeweils Ctrl.)
Absatz und Section verschieben
Cursor in einen Absatz, Alt+↑ oder Alt+↓ — der ganze Absatz wandert. Wenn er ein Outline-Item ist (also ein Subtree-Knoten), wandert der ganze Unterbaum mit. Steht der Cursor auf einem Separator, verschiebst Du die ganze Section als Block — Separator, Inhalt und alle Unterabschnitte gemeinsam, gegen die nächste Section gleicher Ebene. (Background-Sections sind dabei unbeweglich.)
4. Struktur: Separatoren als Kapitel
Ein Separator ist eine sichtbare Linie zwischen Abschnitten, mit Titel und (optional) Nummer. Separatoren strukturieren Dein Dokument — sie sind Kapitel, Szenen, Akte, oder was immer Du brauchst.
Einen Separator einfügen
So fügst Du einen ein: Klick auf das -Control oben rechts in der Titelzeile der Outline (oder Tastenkombi Cmd+=). Der Separator wird oberhalb des aktuellen Absatzes eingefügt. Am schnellsten geht es beim Tippen: === allein auf einer Zeile wird sofort zum Separator, und der Cursor steht schon im Titel-Feld.
Der Separator erscheint als horizontale Linie mit einem Beschriftungs-Feld. Tipp Deinen Titel hinein — er erscheint sofort in der Outline.
Tiefen-Hierarchie
Separatoren lassen sich verschachteln — bis zu sieben Ebenen tief: die oberste Ebene sind die Kapitel, darunter immer feinere Unterabschnitte. Du setzt die Tiefe mit Tab / Shift+Tab auf dem Separator-Label. In der Outline siehst Du die Hierarchie an der Einrückung.
Einklappen (Collapse)
Cmd+Enter auf einem Separator klappt den ganzen Abschnitt zu — alle nachfolgenden tieferen Separatoren und ihre Texte verschwinden, bis Du wieder ausklappst. Im Outline-Rand erscheint dann statt eines ein , mit dem Du dasselbe per Mausklick erreichst. Die Collapse-Zustände werden mitgespeichert und über die Cloud synchronisiert.
Du kannst auch einen einzelnen Absatz mit Outline-Items zuklappen — derselbe Shortcut, derselbe Mechanismus, aber pro Absatz. Im eingeklappten Zustand ist der Text-Anfang weiter sichtbar mit einem "…" am Ende. Du kannst dort nicht hineinschreiben (Schreibschutz wie bei einer gesperrten Section), aber Notiz und Info bleiben editierbar.
Sperren (Section Lock)
Wenn ein Abschnitt fertig ist und Du ihn nicht aus Versehen verändern willst: Alt+Enter sperrt ihn. Der Text bleibt lesbar, kopierbar, durchsuchbar — aber nicht mehr editierbar. Auf der Separator-Linie zeigt ein "offen" und ein "gesperrt"; ein Klick darauf schaltet um.
5. Die unsichtbare Story Bible
Neben den sichtbaren Separatoren gibt es eine zweite, unsichtbare Sorte: den Background-Separator. Er erscheint nicht im Outline-Pfad Deiner Kapitel, nicht im fertigen Text, nicht im Markdown-Export. Sein Zweck ist anders.
Background-Separatoren sind Container für alles, was Dein Text nicht sein soll, aber kennen sollte: Figurenprofile, Schauplatz-Beschreibungen, Welt-Regeln, Zeitlinien, Recherchen, vergessene Plotpunkte. Du legst sie an und schreibst hinein, wie in einen sichtbaren Abschnitt — aber sie tauchen im Export niemals auf.
Der KI-Assistent hingegen sieht sie. Das ist der eigentliche Trick: Du fütterst die Story Bible mit Hintergrund, und der Agent zieht ihn beim Schreiben heran. Schreibst Du eine Szene mit der Figur "Marlene", weiß die KI dank Deines Background-Eintrags, dass Marlene Linkshänderin ist, eine Narbe über der Augenbraue trägt und ihren Vater seit zehn Jahren nicht mehr gesprochen hat.
Background-Separator anlegen
Zwei Wege:
- Klick auf das -Control am unteren Rand der Outline (Bottom-Border, in derselben rechten Spalte wie das normale oben). Das Control ist nur sichtbar, solange noch kein Background-Separator existiert.
- Bitte den KI-Agenten darum ("Leg einen Background-Eintrag für Marlene an"). Der Agent macht das direkt, ohne Review-Schritt.
Den Background-Separator gibt es nur einmal pro Projekt — er markiert, wo die Story Bible beginnt. Weitere Abschnitte innerhalb der Story Bible legst Du danach ganz normal an: Cursor in den Background-Bereich und Separator einfügen wie in Kapitel 4 — oder Du überlässt das dem KI-Agenten.
Der Editor zeigt die Background-Sektion in dezenten Sepia-Farben und mit einer Doppellinie — visuell klar getrennt vom Story-Text. Auch räumlich: vor dem ersten Background-Separator liegt ein dezentes Padding, das den Übergang zwischen "Text" und "Material" markiert.
6. Outline-Tiefe und Notizen
Nicht nur Separatoren haben eine Tiefe — jeder Absatz kann eine bekommen. Damit baust Du eine Mini-Gliederung innerhalb eines Abschnitts auf, ohne neue Separatoren setzen zu müssen.
Outline-Items: Plan und Prosa nebeneinander
Ein Absatz kann zwei Rollen einnehmen: Prosa (normaler Fließtext) oder Outline-Item (ein Skizzen-Punkt in der Gliederung). Outline-Items sind in der Regel kurz — eine Zeile, ein halber Satz, ein Stichpunkt. Sie tauchen in der Outline links auf und können dort eingerückt werden.
Das Schöne: Outline-Items und Prosa-Absätze leben im selben Dokument. Du kannst eine Szene erst skizzieren (drei Outline-Items mit der Idee), dann den Prosa-Text drumherum schreiben. Die Skizze steht dabei in der Outline links (im Notiz-Feld der Items), die fertige Prosa im Hauptfenster — ein Outline-Item selbst hat keinen eigenen Fließtext im Hauptfenster. In der Outline siehst Du nur die Skizze.
Tiefe ändern
Die Tiefe stellst Du in der Outline links ein — nicht im Notizfeld rechts. Klick dort in die Zeile des Absatzes (seine Outline-Notiz) und drück Tab für tiefer, Shift+Tab für flacher. Der Absatz wird so zum Outline-Item und rückt in der Outline entsprechend ein.
Outline-Subtree-Operationen
Doppelklick auf den >-Marker eines Outline-Items in der Outline selektiert den ganzen Unterbaum (dieses Item plus alle darunter eingerückten). Du kannst den Subtree dann als Block kopieren, ausschneiden, verschieben, löschen. So strukturierst Du Dein Dokument auf einer Ebene um, ohne jeden Absatz einzeln anfassen zu müssen.
7. Section Links: Querverweise im Text
writelite kennt einen besonderen Marker für Querverweise: [[@id]]. Damit kannst Du im Fließtext auf einen anderen Separator zeigen — und der Editor zeigt statt der ID den aufgelösten Titel an.
Einen Link einfügen
Tipp ein @ am Wortanfang. Ein kleiner Picker erscheint mit allen Separatoren — Du suchst per Tippen, wählst per Pfeiltasten und Enter. Im Text steht jetzt der aufgelöste Titel; intern verweist er auf den Separator. Verschiebst Du den Separator oder benennst ihn um, bleibt der Link gültig. Löschst Du das Ziel dagegen, zeigt der Link stattdessen target deleted und führt nicht mehr zum Ziel. writelite setzt automatisch passende Leerzeichen davor und dahinter, damit der Link nicht in Wörtern klebt.
Einem Link folgen
Klick auf den Link springt zum Ziel. Alt+← springt zurück (wie der Zurück-Button im Browser), Alt+→ wieder vor. So bewegst Du Dich frei durch lange Dokumente, ohne den Faden zu verlieren. Und um gezielt eine Textstelle zu finden, öffnet Cmd+F die Suche; Enter springt zum nächsten Treffer, Shift+Enter zum vorigen.
Links beim Export
Beim Export (Markdown) werden Links zu Klartext aufgelöst — der Leser sieht den Titel, nicht die interne ID.
Web-Adressen
Auch normale Web-Adressen werden erkannt: Tippst Du eine URL mit https:// (oder http://) in den Text, eine Notiz oder einen Background-Eintrag, erscheint sie im selben Link-Stil — und ein Klick öffnet sie in einem neuen Browser-Tab. Die URL bleibt dabei ganz normaler Text: Zum Bearbeiten setzt Du den Cursor direkt davor oder dahinter und läufst mit den Pfeiltasten hinein.
8. Mit dem KI-Agenten arbeiten
Das KI-Gesprächsfenster ist die Core Console unten. Du schreibst eine Frage, der Agent antwortet. Soweit der Standard. Aber der Agent kann mehr als nur antworten — er kann Deinen Text lesen, verändern und sich etwas merken.
Wie der Agent Deinen Text sieht
Der Agent hat Zugriff auf Werkzeuge (Tools), mit denen er Dein Dokument inspiziert:
- Er sieht Deine Gliederung (alle Separatoren mit Titeln und Tiefen).
- Er sieht die Story Bible (alle Background-Separatoren).
- Er kann gezielt einzelne Absätze, ganze Sections oder die nähere Umgebung des Cursors lesen.
- Er kann seine eigenen Memory-Notizen über Dich lesen (was Du ihm in vergangenen Sessions erzählt hast).
- Er kann im Web suchen — etwa für Recherche-Fragen zu Deinem Stoff.
Er sieht nicht automatisch das ganze Dokument. Du gibst ihm Kontext, indem Du erklärst, worum es geht, oder ihm den relevanten Abschnitt zeigst. Bei "Verbessere den dritten Absatz von Kapitel 2" weiß er sich zu helfen.
Was der Agent mit Deinem Text tun kann
Drei Größenordnungen:
- Einzelne Absätze ändern — umschreiben, ergänzen, löschen. Pro Absatz ein Vorschlag.
- Ganze Sections umarbeiten — der Agent schreibt ein komplettes Kapitel neu in einem einzigen Schritt. Praktisch, wenn Du eine Szene "atmosphärischer" oder "schneller" willst.
- Skizzen ausfüllen — wenn Du Outline-Items angelegt hast, kann der Agent sie auf Wunsch zu Prosa expandieren, eine nach der anderen.
- Struktur pflegen — Sections anlegen, umbenennen, löschen und verschieben.
- Skizzen und Notizen schreiben — Outline-Skizzen anlegen, Notizen zu Absätzen schreiben und Querverweise im Context-Feld setzen.
Auch das Verschieben einer Section oder eines Absatzes kann der Agent direkt vornehmen ("schieb das Kapitel 'Begegnung' vor das Kapitel 'Ankunft'") — das passiert ohne Review, weil keine Worte verändert werden.
Vorschläge und Delta Review
Wenn der Agent eine Änderung an Deinem Haupttext vorschlägt, ändert er den Text nicht direkt. Stattdessen wechselt der Editor in den Delta-Review-Modus:
- Der betroffene Absatz zeigt Original und Vorschlag nebeneinander — Streichungen durchgestrichen, Hinzufügungen hervorgehoben.
- Andere Absätze sind gedimmt, damit Du den Fokus behältst.
- Im Console-Bereich erscheint ein Review-Panel mit den Steuerungs-Tasten.
Du entscheidest pro Vorschlag:
- A — Annehmen (Apply).
- R — Ablehnen.
- T — Umschalten zwischen Original und Vorschlag (Vorschau).
- → / ← — Zum nächsten / vorigen Vorschlag.
- X — Review abbrechen (alles Offene wird abgelehnt).
Auch ein angenommener Vorschlag lässt sich mit einem einzigen Cmd+Z rückgängig machen — der Editor merkt sich den Vor-Zustand vollständig.
Wenn der Agent mehrere Schritte plant ("ich schreibe drei Absätze, danach passe ich die Outline an"), wartet er nach jedem Review-Block auf Deine Entscheidung und macht dann eigenständig weiter — Du musst nicht jedes Mal neu nachfragen.
Was der Agent direkt darf
Änderungen an der Story Bible (Background-Separatoren) führt der Agent direkt aus, ohne Review-Schritt — sie wirken sich nicht auf Deinen sichtbaren Text aus. Auch Struktur-Operationen wendet er direkt an: Sections anlegen, umbenennen, löschen, verschieben. Der Grund: Section-Titel sind Gliederung, nicht Prosa — dabei entsteht kein neuer Fließtext. Dasselbe gilt für das Memory des Agenten, Context-Notizen, Outline-Skizzen und Sprünge zu einer anderen Stelle im Dokument. Alles, was Prosa-Absätze in Deinem Haupttext ändert, durchläuft weiterhin das Review.
Wie Du gut mit dem Agenten arbeitest
- Gib ihm Story-Bible-Einträge. Je mehr er über Deine Welt weiß, desto präziser werden seine Vorschläge.
- Sag, was Du willst — nicht was er tun soll. "Mach diesen Absatz weniger trocken" funktioniert besser als "ersetze 'sagte' durch 'flüsterte'".
- Sei spezifisch über den Ort. "Der erste Absatz in Kapitel 3" — nicht "irgendwo da oben".
- Lass ihn fragen, wenn er unsicher ist. Der Agent darf zurückfragen. Wenn Du keine schnelle Antwort bekommst, ist es kein Stillstand, sondern eine Klärung.
Memory
Im User-Menü (Klick auf Deinen Namen rechts in der Tab-Leiste) findest Du "Edit Memory". Hier siehst Du, was der Agent sich über Dich notiert hat — Schreibstil, Vorlieben, wiederkehrende Themen. Du kannst frei bearbeiten oder löschen. Der Agent liest dieses Memory zu Beginn jeder Session.
9. Diktat: Schreiben mit der Stimme
writelite kann Dir zuhören. Drück zweimal kurz hintereinander die Ctrl-Taste (Doppel-Ctrl) — ein dezenter Indikator erscheint, das Mikrofon ist an, Dein gesprochener Text erscheint in Echtzeit an der Cursor-Position. Ein einzelnes Ctrl stoppt das Diktat wieder.
Sprachen
Das Diktat erkennt Deutsch und Englisch automatisch, ohne dass Du eine Sprache einstellen musst. Du kannst mitten im Satz wechseln.
Diktatbefehle
Sprich Satzzeichen einfach aus. writelite versteht: "Komma", "Punkt", "Ausrufezeichen", "Fragezeichen", "Doppelpunkt", "Semikolon", "Bindestrich", "Gedankenstrich" und "Anführungszeichen" (abwechselnd öffnend und schließend). Doppelte Satzzeichen ("Komma Komma") werden zusammengefasst. Die englischen Diktatbefehle sind parallel aktiv — die Spracherkennung ist automatisch, Du musst nichts umstellen.
"Neuer Absatz" oder "Neue Zeile" erzeugen im Haupttext einen neuen Absatz; in Notiz- und Info-Feldern einen Zeilenumbruch. Bei Sprechpausen bricht writelite nicht automatisch um — Umbrüche setzt Du immer selbst, per Befehl oder Enter.
Aktivierung per Maus
Wenn Du Tastaturbefehle nicht magst: Am unteren Rand des gerade aktiven Panes findest Du ein Mikrofon-Control — es wandert mit dem Fokus mit. Im Ruhezustand sieht es so aus: — ein Klick startet das Diktat, das Icon wechselt zum gefüllten . Klick noch einmal, und das Diktat stoppt.
10. Rechtschreibung
writelite prüft beim Tippen. Fehler erscheinen als wellige Unterstreichung. Rechtsklick auf das Wort öffnet ein Menü mit Korrekturvorschlägen und der Option, das Wort dauerhaft zu lernen.
Sprache pro Projekt
Im Hauptmenü unter Spellcheck wählst Du die Primärsprache: Off, Deutsch oder English. Zusätzlich kannst Du das Fallback dictionary einschalten (ein Toggle) — dann wird die jeweils andere Sprache ebenfalls akzeptiert, gut für mehrsprachige Texte. Beide Einstellungen gelten pro Projekt.
Persönliches Wörterbuch
Wörter, die Du lernst (etwa Eigennamen aus Deiner Geschichte), wandern in ein persönliches Wörterbuch. Im User-Menü oder im Hauptmenü unter Spellcheck → Edit personal dictionary… kannst Du dieses Wörterbuch ansehen und bearbeiten. Es synchronisiert sich über die Cloud, wenn Du angemeldet bist.
Kontextmenü-Shortcut
Cursor steht auf einem markierten Wort? Cmd+. öffnet das Spellcheck-Menü ohne Rechtsklick.
11. Projekte, Speichern und Cloud
Mehrere Projekte
Jedes Buch, jeder Essay, jede Arbeit ist ein eigenes Projekt. Im Projekt-Dashboard (Cmd+Shift+D) siehst Du alle, kannst neue anlegen, umbenennen, duplizieren, löschen. Gelöschte Projekte landen für 30 Tage im Papierkorb, bevor sie endgültig verschwinden.
Ordner
Im Dashboard kannst Du Projekte in Ordner sortieren. New Folder (Taste F) legt einen neuen Ordner an. Verschieben geht per Move (Taste M oder Rechtsklick → Move) — es öffnet sich ein Pfad-Wähler — oder einfach per Drag & Drop auf einen Ordner. Der Breadcrumb über der Liste zeigt Dir den Pfad, Cmd+↑ geht eine Ebene hoch. Mit / startest Du die globale Projektsuche über alle Ordner hinweg.
Tab-Leiste
Bewege die Maus an den oberen Bildschirmrand — eine Tab-Leiste fährt aus, ähnlich wie im Browser. Klick auf einen Tab wechselt das Projekt, Klick auf das schließt es. Ist der Cloud-Sync für ein Projekt noch im Flug, leuchtet das Schließen-Icon dezent orange — als Hinweis, dass noch nicht alles in die Cloud übertragen ist. Deine Daten sind lokal längst gesichert; der Rest synchronisiert, sobald Du das Projekt wieder öffnest.
Automatisches Speichern
writelite speichert kontinuierlich, etwa eine Sekunde nach Deiner letzten Änderung. Du musst nicht aktiv speichern. Lokal landen die Daten in der Browser-Datenbank (IndexedDB), pro Browser und Gerät getrennt.
Cloud-Sync
Wenn Du angemeldet bist (Google-Login), sind neue Projekte automatisch cloud-synchronisiert und werden zwischen all Deinen Geräten abgeglichen. Der Sync passiert auf Absatz-Ebene: nur was sich geändert hat, geht zum Server. Konflikte werden automatisch aufgelöst — der jeweils neuere Stand eines Absatzes gewinnt.
Pro Projekt kannst Du die Cloud im Dashboard abschalten oder wieder aktivieren: Projekt auswählen, dann C bzw. Rechtsklick → "Activate Cloud Sync" / "Remove from Cloud". Projekte ohne Cloud-Sync sind in der Cloud-Spalte als local markiert.
Ist der Cloud-Sync länger gestört — etwa weil Du offline bist oder der Server nicht antwortet —, erscheint nach etwa 15 Sekunden am unteren rechten Rand des Hauptfensters ein orangefarbenes (!)-Symbol. Keine Sorge: Deine Änderungen sind lokal auf diesem Gerät gespeichert, sie sind nur noch nicht in der Cloud gesichert. Ein Klick auf das Symbol zeigt Dir genau diese Erklärung; sobald der Sync wieder läuft, verschwindet es von selbst.
Öffnest Du dasselbe Projekt in einem zweiten Browser-Tab, warnen beide Tabs mit dem Dialog "Project open in another tab". Gleichzeitiges Bearbeiten in zwei Tabs kann Änderungen überschreiben — nutz besser nur einen Tab pro Projekt.
Absatz löschen vs. Feld leeren
Ein kleiner Detail-Punkt, der oft Verwirrung stiftet: Cmd+D löscht den ganzen Absatz — Haupttext, Outline-Notiz und Notizfeld gemeinsam — wenn Du im Hauptfenster oder in der Outline stehst. Steht der Cursor aber im Notizfeld rechts (Context), leert Cmd+D nur dieses Feld; der Absatz selbst bleibt.
Export und Sicherung
Über das Hauptmenü → File → Export speicherst Du das aktuelle Projekt als Markdown-Datei (.md). Sichtbare Separatoren bleiben als Trennlinie mit Titel erhalten, Background-Separatoren werden weggelassen, Section Links zu Klartext aufgelöst. Eine vollständige Sicherung machst Du über den eigenen Menüpunkt File → Save: Er schreibt eine .cbl-Datei im Carbisdale-Format — mit allen Notizen, Background-Einträgen und Outline-Tiefen. Umgekehrt liest File → Import .txt- und .md-Dateien ein, File → Load eine gespeicherte .cbl-Sicherung.
Konto
Abmelden und Konto-Löschung findest Du im User-Menü — Klick auf Deinen Namen in der Tab-Leiste. Die Konto-Löschung hat eine Wiederherstellungsfrist von 30 Tagen.
Feedback & Kontakt
Im User-Menü findest Du außerdem "Send Feedback": Es öffnet das Kontaktformular der Website in einem neuen Tab, Deine E-Mail-Adresse ist bereits eingetragen. Jede Nachricht landet direkt bei Boris — Begeisterung, Verwirrung und Verbesserungsideen sind gleichermaßen willkommen.
12. Display Modes: die Stimmung wählen
writelite kennt sieben Darstellungs-Modi. Jeder ist eine eigene visuelle Welt mit eigener Schrift, eigenen Farben, eigenem Charakter:
- Ultra Nerd — Dina-Pixel-Schrift, Phosphor-Grün auf Schwarz. Wie ein VT-100 von 1983.
- Regular Nerd — Noto Mono, Phosphor. Etwas weniger archaisch.
- Modern Nerd — Noto Mono, bunte Syntax-artige Farben. Terminal mit Farbtemperatur.
- Worker — Noto Sans, hell, sachlich. Für lange Schreibsessions.
- Worker Dark — wie Worker, aber dunkel.
- Artist — EB Garamond, hell, warm. Wenn Du schreiben willst, nicht tippen.
- Artist Dark — Garamond auf Dunkel. Abendmodus für Romanciers.
Wechsle den Modus über das Hauptmenü → Display Mode, oder per Tastenkombi Cmd+Shift+P (Command-Palette) und dann Direkteingabe.
Im Hauptmenü → View findest Du Zoom (rein, raus, zurücksetzen) und Fullscreen. Mit Cmd++ / Cmd+- zoomst Du auch direkt. Auf dem Trackpad: zwei Finger zusammenziehen oder auseinanderspreizen.
(-), (+), (=). Die "Worker"- und "Artist"-Modi sind proportional und nutzen die gezeichneten Kreis-Icons, wie Du sie in diesem Handbuch siehst. Es ist dieselbe Funktion, nur eine andere Schreibweise.
13. Hilfe finden
Über das Hauptmenü erreichst Du jederzeit:
- Manual — öffnet dieses Handbuch in einem eigenen Tab.
- Reference — öffnet eine kompaktere Referenz. Im Nerd-Modus die Nerd Reference (alle Tastenkombinationen nach Tasten geordnet), in den Worker/Artist-Modi die Writer Reference (alle Bedienungen nach Maus-Gesten geordnet, mit Tasten in Klammern).
- Den KI-Agenten fragen — Du kannst Bedienungs- und Konzeptfragen direkt im KI-Gesprächsfenster stellen, etwa „Wie füge ich einen Separator ein?" oder „Was ist eine Story Bible?". Der Agent antwortet auf Basis genau dieses Handbuchs.
Beide Referenzen öffnen jeweils im selben Browser-Tab, der zuvor schon offen war — Du sammelst also keine Tab-Lawine.
writelite wird von einer Person gebaut, die selbst Romane schreibt. Der Editor existiert, weil die bestehenden Werkzeuge dem Akt des Schreibens entweder zu stark im Weg standen oder zu wenig Werkzeug waren. Wenn Du beim Schreiben das Gefühl bekommst, hier sei etwas für Dich gemacht — dann ist das Absicht. Wenn Dir etwas fehlt: mail@writelite.de.
